Bevor Zahlen definiert werden, lohnt ein Blick in den Spiegel: Wie hast du dich in früheren Abschwüngen gefühlt? Wie viel Buchverlust hältst du mental und praktisch aus? Ein kurzer Fragebogen, kombiniert mit echter Erinnerung, liefert bessere Antworten als Wunschdenken. Ich selbst überschätzte einmal meine Nervenstärke, reduzierte danach behutsam die Aktienquote und schlief spürbar besser. Dein Profil darf reifen, doch es braucht Konsistenz, damit dein Portfolio nicht zum Spielball wechselnder Launen wird.
Kurzfristig: nahezu vollständig Liquidität, ein Rest in sehr defensiven Papieren, falls überhaupt. Mittelfristig: ein solider Kern aus Anleihen, dazu ein moderater Aktienanteil für Wachstum. Langfristig: der Schwerpunkt auf breit gestreuten Aktien, flankiert von stabilisierenden Elementen. Diese Richtlinien sind Startpunkte, keine Dogmen. Passe sie an Einkommen, Verpflichtungen und Sicherheitsnetz an. Entscheidend ist, dass jede Gewichtung einen klaren Zweck erfüllt und nicht aus Laune oder Schlagzeilenlaune heraus entsteht.
All Rights Reserved.